| |
| Arc
de Triomphe de l'Étoile |
| Metro:
Charles de Gaulle Étoile |
| Der Bau dieses Denkmals
wurde unter Napoléon im Jahre 1806 begonnen und unter
dem letzten französischen König, Louis-Philippe
im Jahre 1836 beendet. Baumeister war J. F. Chalgrin. Der
Arc de Triomphe de l'étoile, der 50 m in der Hohe und
45 m in der Breite mißt, wurde zu Ehren der siegreichen
französischen Armeen der Revolution und des 1. Kaiserreiches
erbaut. An der Außenseite befinden sich riesige Reliefs,
die den Aufbruch der Freiwilligen von 1792, den Triumph Napoléons
1810, den Widerstand 1814 und den Frieden 1815 darstellen.
Die sterblichen berreste Napoléons wurden 1840 unter
dem Siegesbogen aufgebahrt, und 1885 erwiesen mehrere Zehntausend
Pariser dem Dichter Victor Hugo unter dem Triumphbogen die
letzte Ehre. Die Alliierten hielten im Jahre 1918 nach dem
Frieden von Versailles hier ihre Siegesparade ab, 1920 wurde
am Fuße des Siegesbogens das Grab des Unbekannten Soldaten
errichtet (übrigens das erste Denkmal dieser Art). |
| Avenue
des Champs Élysées |
| Metro:
Franklin D. Roosevelt |
Die Avenue des Champs-Elysées gilt als eine der
schönsten und prächtigsten Straßen der Welt.
Am besten schaut man sich die Champs-Elysées bei
einem Spaziergang an, der sich auch gut mit einem Besuch
des Arc de Triomphe verbinden lässt. Besonders auf
dem etwa einen Kilometer langen Stück zwischen Arc
de Triomphe und Rond Point gibt es zahlreiche Luxusgeschäfte,
Restaurants, Straßencafés, Theater, Kinos und
Hotels. Darüber hinaus verleihen die breiten Bürgersteige
und die vielen Straßencafés der Champs-Élysées
einen ganz besonderen Charme. Ebenfalls angenehm wirken
die vielen Bäume an den Straßenrändern.
Nicht nur die Champs-Élysées selbst, sondern
auch ihre Umgebung wirkt sehr nobel. In den abgehenden Straßen
haben viele berühmte Designer ihre Geschäfte.
Allerdings gibt es auf der Avenue des Champs-Élysées
nicht mehr nur Glanz und Glamour, wie einst in längst
vergangenen Tagen. Mit den Touristen haben sich hier auch
Fast-Food-Ketten, Straßenhändler und Kitschläden
niedergelassen. Außerdem sind die Preise in den ansässigen
Geschäften stark in die Höhe geschnellt.
|
| Torre
Eiffel |
| Metro:
Bir Hakeim |
Der Eiffelturm ist das sicherlich bekannteste Wahrzeichen
von Paris. War er auch am Anfang heftig umstritten, weil
man befürchtete, er könne umfallen, so ist er
heute sehr beliebt - bei den Franzosen wie auch bei den
täglich ca. 5 000 Menschen, die ihn besuchen. Der Eiffelturm
wurde zur Weltausstellung 1889 und zur 100 Jahr-Feier der
Französischen Revolution erbaut. Er tragt den Namen
seines Architekten, Alexandre Auguste Eiffel. Anfangs diente
der Turm nur als Blickfang, seit 1916 ist er aber auch Antennenmast,
was seine ursprüngliche Hohe von 307 m auf 329,75 m
verlängert hat. 15 000 Stahlteile wurden innerhalb
von nur zwei Jahren mit 2,5 Millionen Nieten verbunden,
dann war der Turm fertig. Sein anfängliches Gesamtgewicht
von 7 500 Tonnen ist so gelagert, daß nur ein Druck
von 4 kg pro Quadratzentimeter auf den Boden ausgeübt
wurde (so viel etwa wie ein Erwachsener auf die Sitzflache
eines Stuhles ausübt). Jedoch hatte sich das Gewicht
bis zu seiner Renovierung bis auf 11 000 Tonnen vergrößert,
da man anstatt ein Stahlteil auszuwechseln, immer neue Betonschichten
anbrachte. Inzwischen wurden aber 1500 Betonteile durch
Stahlteile ersetzt.
|
| Notre
Dame |
| Metro:
Cité, Châtelet |
| Mit dem Roman Der Glockner
von Notre Dame von Victor Hugo wurde diese Kathedrale mit
einer Fassade mit drei Portalen, den stumpfen Türmen
und drei herrlichen Rosettenfenstern weltberühmt. Ihr
Ursprung geht ins Jahr 1163 zurück. In der Notre Dame
auf der ile de la Cité wurden Franzosische Konige und
Koniginnen gekrönt, sogar ein Kaiser, der sich allerdings
selbst krönte und Napoléon hieß. Die Bauzeit
der Kathedrale betragt fast 150 Jahre und vereint in sich
alle Stile der Gotik. Frühgotische Kennzeichen tragen
der Chor und das Langhaus, die in den Jahren 1163-1200 errichtet
wurden. Der bergang von der Früh-zur Hochgotik spiegelt
sich in der Westfassade (der Hauptfassade) wider. Das Langhaus
wurde in den Jahren 1230-1250 der Hochgotik angeglichen. Die
Querhauser lassen den Stil der reinen Hochgotik erkennen,
sie wurden 1250- 1260 erbaut, der Chor wurde 1265-1320 an
den Stil der Hochgotik angeglichen. Die damals schwer beschädigte
Notre Dame wurde von 1841 bis 1864 von einem der berühmtesten
Restauratoren des 19. Jahrhunderts, Viollet-le-Duc wiederhergestellt. |
| Palais
Royal |
| Metro:
Palais Royal |
| Das Palais Royal wurde
im Auftrag von Kardinal Richelieu in den Jahren 1634-1639
erbaut. Der Kardinal übergab es später dem König.
Als Ludwig XIII. starb, zog seine Witwe, Anna von austerreich
in das Palais, das ab diesem Zeitpunkt Palais Royal genannt
wurde. Ludwig XIV. bevorzugte den Louvre als Sitz und schenkte
den Palast an die Herrscher des Hauses Orléans. Ludwig
Philipp von Orléans ließdas Palais Ende des 18.
Jahrhunderts umbauen. Seitdem ist nichts mehr verändert
worden. Ludwig Philipp ließ gleich mit dem Umbau des
Palastes auch einen Park anlegen und Geschäfte und Mietwohnungen
erbauen.
|
| Montmartre |
| Metro:
Montmartre |
| Für den Namen des
immerhin größten Berges von Paris (er ist mit 128
Metern die höchste Erhebung der Stadt) gibt es zwei Versionen:
Man nimmt an, daß hier früher ein Tempel gestanden
hat, der dem römischen Gott Merkur geweiht war. So hieß
der Berg Mont de Mercure (Berg des Merkur). Die zweite Variante
ist auf der Legende um den heiligen Dionysos begründet.
Dieser war der erste Bischof von Paris und soll auf dem Montmartre
zusammen mit Eleutherius und Rustikus geköpft worden
sein. Nach der Legende lief er aber auch ohne Kopf noch 2000
Schritte, bis der Tod endgültig eintrat. Nach dieser
Legende wurde der Berg Mont des Martyrs (Berg der Martyrer)
genannt. Zur Zeit der Franzosischen Revolution wurde das auf
dem Montmartre stehende Benediktinerkloster unter der Führung
von Jean-Paul Marat 1794 vollständig zerstört; der
Montmartre erhielt zeitweise den Namen Mont-Marat |
|
|